Fakten über den Verein


Entstehung

Das Ehepaar Margot + Theo Menzner haben den Verein im Jahre 1983 gegründet.
Nachdem Sie auf ihren Reisen immer wieder mit der Not und dem Elend der armen
Bevölkerung konfrontiert wurden, suchten sie einen Weg zu helfen. Sie wollten allerdings
nicht in einen großen Topf spenden, sondern gezielt helfen. Der tragische Tod eines
befreundeten Ehepaares in Brasilien brachte sie dort mit einer Ordensschwester

zusammen, die ein Heim für Kinder leitete, die ohne die Hilfe eines Paten aus Deutschland
kaum eine Chance zum Überleben und gar keine Chance auf Schulbildung hatten.

Konzept
Bei einer derartig weit verbreiteten Armut ist es schwierig wirkungsvoll zu helfen.
Theo Menzner entwarf ein Konzept, das sich inzwischen als sehr wirkungsvoll erwiesen hat.
Förderung eines Kindes aus einer Familie mit einer großen Zahl von Kindern durch regelmäßige,
monatliche Unterstützung bis zum 18. Lebensjahr oder bis zur Beendigung der Schul-
Berufsausbildung. Unterstützung des Paten bei Krankheit in der Familie, Wohnungsnot und
anderer Probleme.

Lebensbedingungen in Nordostbrasilien
Die Lebensbedingungen der Bevölkerung verschlechtern sich immer mehr, wegen der tristen
Verhältnisse verlassen immer mehr Familien das Landgebiet und versuchen Arbeit in der
Stadt zu finden. Weil die meisten Analphabeten sind und nicht gelernt haben, finden sie
keine oder nur schlecht bezahlte Arbeit und werden Straßenhändler, sammeln Müll oder
müssen sich prostituieren. Sie suchen sich am Rande der Stadt einen Platz, bauen sich ihre
Hütte aus Plastik, Pappe, Holz und Stoffresten. Ernähren sich von Abfällen oder dem Wenigen,
was sie sich leisten können. Sie sind chronisch unterernährt und vor allen Dingen die Kinder
leiden unter dem ständigen Eiweissmangel. Sie sind sich selbst überlassen, werden zu
Straßenkindern und sind damit Freiwild für die Polizei und kriminelle Banden.

Arbeit des Vereines
Rette ein Kinderleben konzentriert seine Arbeit auf den Nordosten Brasiliens. Weil hier die
Armut sehr groß ist und weil die Beschränkung auf die Bundesstaaten Pernambuco, Alagoas
und Paraiba mit dem Schwerpunkt Recife eine intensive Betreuung ermöglicht. Die
Unterstützung der ca. 2.200 Patenkinder erfolgt über insgesamt 25 Heime, die entweder
dem Verein selbst oder kirchlichen Einrichtungen gehören. Kirchliche Heime sind kosten-
günstiger, weil hier kaum Personalkosten anfallen. In der Stadt Recife überwiegen Heime,
die dem Verein gehören. Die Kosten für die Einrichtungen und das Personal werden von allen
Pateneltern mitgetragen. Bei den Kindern wird unterschieden zwischen internen und externen
Kindern. Interne Kinder kommen morgens zum Frühstück ins Heim, bekommen ein Mittagessen,
gehen in die Schule, werden bei den Hausaufgaben und Nachhilfeunterrichten beaufsichtigt und
gehen dann nach einem Abendessen in ihre Familien zurück. Externe Kinder leben zu weit
entfernt um jeden Tag in ein Heim kommen zu können. Sie werden durch Lebensmittelcoupons
unterstützt und leben bei ihren Familien. Sozialassistentinnen betreuen und kontrollieren diese
Familien und wachen darüber, dass die Kinder regelmäßig in die Schule gehen. Die angebotenen
Näh-und Schneiderkurse für einen späteren Beruf, nehmen diese Mädchen genauso wahr,
wie die internen Kinder. Darüber hinaus gibt es ein Internat für Straßenkinder, die niemanden
mehr haben und zwei andere Internate, die einigen Kindern eine Möglichkeit zum Schul- bzw.
Oberschulbesuch bieten.

Patenschaften
Die Förderung der bedürftigen Kinder erfolgt durch Übernahme einer Patenschaft. Diese kann
von einer Einzelperson, aber auch von mehreren Personen zusammen übernommen werden.
Der monatlich Beitrag beträgt 60 Franken. Bei Übernahme einer Patenschaft erhält der Pate
einen Personalbogen, aus dem die familiären Verhältnisse des Kindes hervorgehen. Durch
mehrere große Farbfotos kann sich der Pate eine Vorstellung vom Kind, seiner Familie und
seiner ganzen Situation machen. Der Kontakt zwischen dem Kind, dem Heim und dem Paten
findet durch den Austausch von Briefen statt. Die Briefe der Kinder werden übersetzt und dem
Paten geschickt, genauso wie die Briefe der Paten nach der Übersetzung an das Kind, bzw. das
Heim geschickt werden. Der Pate kann durch Pakete und Sonderspenden die Situation der
ganzen Familie verbessern. Einmal im Jahr findet eine Reise mit interessierten Pateneltern statt,
wo die Paten (auf eigene Kosten) die Heime besuchen, ihre Patenkinder kennen lernen und sich
vor Ort über die Probleme des Landes informieren können.